.MSI Verteilung von JAVA 8 / Umstieg von JAVA 7  ( mit Local Update Publisher )

Oracle hat im Herbst 2014 JAVA Version 8 veröffentlicht. Das dies zunächst etwas unbemerkt blieb liegt daran das die Version 7 zunächst ebenfalls weiter Updates erhält und nicht sofort automatisch auf Version 8 geupdatet wird. Das ermöglicht es, sich zunächst aus sicherer Entfernung die Kinderkrankheiten und Stolpersteine anzusehen welche die Version 8 für Installation und Verteilung mitbringt. Keine schlechte Entscheidung, denn....

Von allen Seiten erschienen in den einschlägigen Foren plötzlich Nachfragen und Beschwerden von Admins, deren gewohnte Verteilung auf einmal nicht mehr funktionierte. Mehrere Verteilungsmethoden, insbesondere Script und GPO basierte, brachen mit Fehlermeldungen ab da eine andere Ordnerstruktur vorlag.

Ich für mein Teil kann dazu nur sagen das die Verteilung mit LUP keine Probleme bereitet wenn man die Veränderungen erkannt hat , da man ja sowieso erst aus den vorhandenen Dateien ein Windows-Update erzeugt.

Oracle stellte im gleichen Atemzug sämtliche alte Supportseiten für die Verteilung von JAVA vorerst ein, was die Lage nicht gerade beruhigte. Mehrere Blogs brachten erste Infos zur Verteilung von JAVA 8, allerdings nicht immer korrekt.

 

Nun, mit etwas zeitlichem Abstand hier ein paar Punkte die man wissen sollte wenn man JAVA verteilt:

 

Mit Version 8 stellt Oracle den offiziellen Support für Windows XP ein. Das Supportende ist dabei ein "weiches" Ende, denn zum einen laufen die Updates für Version 7 noch eine Weile weiter, zum anderen bedeutet es nicht das JAVA 8 nicht mehr installiert werden kann. Oracle übernimmt nur keine Verantwortung das unter XP alle Details korrekt funktionieren, aber prinzipiell ist es installierbar.

Für Verteiler ist dies eine guter Zeitpunkt einen Schlußstrich zu ziehen. Wer noch XP Rechner supportet versorgt diese weiter mit JAVA 7 und erhöht mit dem bekannten Supportende den Wechsldruck hin zu moderneren Betriebssystemen. Im absoluten Notfall kann man immer noch einen Versuch mit JAVA 8 wagen :-)

 

Des weiteren hat Oracle den Installer umgebaut. Bisher sah das etwa wie folgt aus. Ein .EXE Installer umhüllte einen .MSI Installer der aber auch kein Saubermann war denn er band eine zusätzliche Containerdatei ein in der die eigentlichen Installationsfiles lagen. Diese Zwiebel entblättert sich etwas, der .EXE Installer umhüllt jetzt eine einzelne .MSI in der die gesamte Installation steckt. Das vermindert schon mal die Anzahl der zu verteilenden Dateien.

( Oracle bietet auch .MSI Dateien direkt an. Der MSI Enterprise JRE Installer ist nur verfügbar als Teil der kommerziellen Java SE Advanced or Java SE Suite. )

 

Öffnet man die aus der .Exe Datei gewonnene .msi Datei mit ORCA um im beliebten Propertys - Table ein paar Veränderungen vorzunehmen bemerkt man das Oracle kräftig umgebaut hat. Gleich mehrere bisher für die Verteilung relevente Schalter sind nicht mehr vorhanden. Ich gehe davon aus das es noch eine ganze Weile dauern wird bis nach und nach durchsickert mit welchen Schaltern welches Installationsverhalten erreicht werden kann. Bis dahin gilt die Empfehlung - man setze zumindest die Schalter die man bisher verwendet hat. Mehr geht nun mal nicht ohne Support von offizieller Seite. Im Notfall - wieder JAVA 7 versuchen.

 

In den ersten Versionen von JAVA 8 vollzog Oracle ein lustiges Hin und Her bezüglich des Installationspfades. So enthielt der Installationspfad zunächst keine Versionierung, diese wurde mit Version 8.25 allerdings wieder eingeführt. (%program files (x86)%/JAVA/jre1.8.0_xx/ ) Wer also auf scriptbasierte Verteilung oder Installationskontrolle setzt hatte hier einiges zu fluchen. 

 

Ein immer wiederkehrendes Problem stellt auch die Tatsache dar das Hauptversionen keine Updates sind, und die Installation von JAVA 8 eine bestehende Installation von JAVA 7 nicht in jedem Verteilungs/Installationsverfahren löscht. Wie man obsolete Versionen entfernt hängt vom verwendeten Verteilungsverfahren ab, für LUP werde ich am Ende der Anleitung darauf eingehen.

 

In vielen Fällen wird für eine Verteilung die Nutzung der extrahierten .msi Datei empfohlen, da diese eine entsprechende Modifikation ermöglicht. Es ist allerdings genauso möglich die ursprüngliche .exe Datei zur Verteilung zu verwenden. Vorraussetzung ist das die Verteilungsstruktur mit .exe Installern umgehen kann und das man nur grundlegende Schalter setzen möchte. Dies gab Stoff ffür einen weiteren Artikel zum Thema JAVA Verteilung.

 

So. Hier also das derzeitige Vorgehen für eine Verteilung auf .msi Bsis , Updatestand JAVA 8.25 ( Nov. 2014)

 

- Download des Offline Installers von Oracle

- Aufruf der Installationsdatei (entpacken), aber nicht starten der Installation

- extrahieren der .msi Datei ( Pfad unter WS2003: c:\Documents an Settings\Benutzer\Application Data\Sun\JAVA\jre1.8.0_xx\

- kopieren der Datei in das Serververzeichnis für die Softwareverteilung

- öffnen der Datei mit ORCA

- "Transform->New Transform" ( damit Änderungen nicht in der Originaldatei landen)

- In der Tabelle "Property" ändern wir

IEXPLORER 0->1 (nicht verfügbar in JAVA 8 )

MOZILLA 0->1  (nicht verfügbar in JAVA 8 )

EULA 0->1 (nicht verfügbar in JAVA 8 )

JU 1->0 (nicht verfügbar in JAVA 8 )

WEB_JAVA_ Security_level (nicht verfügbar in JAVA 8 )

JAVAUPDATE 1->0

REBOOTYESNO YES->NO

AUTOUPDATECHECK 1->0

 

Dies sind die typischsten und bekanntesten Schalter. Wie gesagt besteht die Hoffnung das weitere Funktionen diverser Schalter noch offenbar werden. Es gibt eine ziemlich lange Liste von Dingen die ich gerne deaktieren würde, von Netzwerkeinstellungen über Taskleistensysmbol bis Sicherheitsfilterung.

 

- "Transform - Generate Transform" , und vergeben für die .mst Datei einen eigenen Namen, wie: JAVA 8_25 FIRMENNAME.mst, die Datei speichern wir ebenfalls in das Verzeichnis der Softwareverteilung. Die JAVA Installation ist damit fertig zum verteilen, weiter gehts im Local Update Publisher.

- Ich gehe davon aus das im LUP bereits JAVA 7 verteilt wurde und ein Ordner ORACLE/JAVA besteht, also erstellen wir wie gewohnt unter ORACLE/JAVA Rechtsklick New Update

-wählen die .msi aus, und fügen noch als Datei die erzeugte *.mst Datei hinzu, setzen im nächsten Fenster Name und Beschreibung und was man sonst so mag.

- mehr ist nicht nötig, dann immer schön WEITER klicken bis das Update erzeugt und publiziert ist

- Jetzt wie gehabt das erzeugte Update anwählen, rechtsklick - Genehmigen, und in der zugehörigen Computergruppe die Installation genehmigen.

- Nun sollten wir uns mal um die alten JAVA 7 Updates kümmern. Sofern sie überall komplett entfernt werden sollen wählen wir nacheinander für alle unter ORACLE/JAVA vorliegenden Updates ( auch wenn sie *vermutlich* längst obsolet sind) Genehmigen - und in der entsprechenden Computergruppe Deinstallation genehmigen. Man könnte dieses "Deinstallation genehmigen" auch an übergeordneter Computergruppe für alle Clients setzen, dann erwischt man eventuell auch irgendwelche hinterrücks mit manuellen Adminrechten eingespielte JAVA- Installationen. Die Deinstallation läuft dabei wie eine ganz normales Windows Update ab, nur das während der Anzeige "Update wird installiert"

in Wirklichkeit deinstalliert wird.

Dieses LUP gestützte "globale" installationsverfahren funktioniert nur wenn alle JAVA Installationen als .msi verteilt wurden.

 

 

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Kommentare: 8
  • #1

    wrozka (Montag, 28 November 2016 17:27)

    nienadbieganie

  • #2

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  • #5

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    Kasha Felch (Montag, 23 Januar 2017 00:07)


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