Zielgruppenadressierung auf Elementebene

Im Artikel zur zentralen Konfiguration von Firefox hatte ich offen gelassen, wie genau man die lokalen Konfigurationsfiles richtig per GPO auf die Clients verteilt und einen extra Artikel versprochen. Na dann...

 

von einer zentralen Softwarefreigabe aus müssen zwei Konfigurationsdateien verteilt werden. Zum einen die

"Firmenname_settings_lokal.js" in den Firefox Unterordner /defaults/pref , zum anderen

"Firmenname_Firefox_lokal.cfg" direkt in den Firefox Programmordner .

 

Das Problem - das Firefox Progrmmverzeichnis hat je nach Windows Version verschiedene absolute Pfade. Es exsistiert keine vordefinierte Umgebungsvariable, die sowohl unter 32 und 64 bit Betriebssystemen ab Vista und höher, wie auch noch unter Windows XP einen korrekten Pfad in das Programmverzeichnis für 32bit Softwareinstallationen definiert. Wem nicht klar ist wo das Problem so richtig liegt sollte mal hier bei Wikipdia und den Vordefinierten Umgebungsvariablen reinschauen.

 

Um dem Einrichten mehrere GPOs und der Vordefinierung und Pflege mehrerer OUs aus dem Weg zu gehen benutzen wir WMI Abfragen mit Zielgruppenadressierung auf Elementebene. Na dann wollen wir die GPO mal angehen..

 

Wir legen eine neue GPO "Firefox_Config" an, als Sicherheitsfilterung kommen zB nur die "Domänencomputer" zum Einsatz. Das ist der größte gemeinsame Nenner, hier muss jeder Admin selber wissen was er wählt.

Wir wechseln in die Eigenschaften und dann weiter nach Computerconfiguration/Windows-Einstellungen/Dateien denn diese Firefox Konfiguration betrifft alle Systeme unabhängig vom Benutzer. Bei Dateien wählen wir Rechtsklick -> Neu - Datei , und wählen im folgenden den Quellpfad auf dem zentralen Server. Nachfolgend ein Beispiel mit einer verstecken Freigabe.

 

\\SERVERNAME\Softwareverteilung$\Firmenname_settings_lokal.js

 

Als nächstes der Zielpfad, hier zunächst als Zielpfad für Installationen auf 64bit Betriebssystemen:

 

%ProgramFiles(x86)%\Mozilla Firefox\defaults\pref\Firmenname_settings_lokal.js

 

Mit der gleichen Datei legen wir dann noch eine Kopieranweisung an für 32bit Betriebssysteme.

 

\\SERVERNAME\Softwareverteilung$\Firmenname_settings_lokal.js

%ProgramFiles)%\Mozilla Firefox\defaults\pref\Firmenname_settings_lokal.js

 

Und das ganze dann nochmal für die zweite Konfigurationsdatei, so das wie schlußendlich in der GPO zum Dateien kopieren 4 Anweisungen stehen haben, für jede Datei je eine auf 32 und 64 bit Betriebssysteme.

 

Um nicht den Überblick zu verlieren benennen wir die Jobs, die Standardmäßig den Namen der zu übertragenden Datei bekommen, noch etwas um.

 

Jetzt steht schon mal das Grundgerüst, aber so würde ein wildes Kopieren erfolgen und reihenweise neue Ordner erzeugt werden, denn noch fehlt die Zieladressierung die einschränkt wann welcher Kopiervorgang stattfindet oder nicht.

Dazu wechseln wir mit Rechtsklick in die Eigenschaften des jeweiligen Kopierjobs, wechseln auf den Tab "Gemeinsame Optionen", setzen das Häckchen bei " Zielgruppenadressierung auf Elementebene und wechseln mit dem Button "Zielgruppenadressierung in den Konfigurationstable.

 

Dort wählen wir "Neues Element" -> WMI-Abfrage und tragen bei "Abfrage" ein select * from Win32_OperatingSystem where OSArchitecture="64-Bit" - sofern der Kopierjob für ein 64bit System ist.

Bleibt noch das Kopieren auf 32bit Betriebssysteme. Sofern man keine XP Rechner mehr in der Verwaltung hat kann man die gleiche WMI Abfrage verwenden , nur mit WHERE NOT, also


select * from Win32_OperatingSystem where not OSArchitecture="64-Bit"


Sofern jedoch XP noch im Spiel ist funktioniert das nicht, denn die Variable "OSArchitecture"

wurde erst mit Vista eingeführt. Wir müssen hier ausweichen auf die Variable "ComputerSystem", nachfolgende Grfik zeigt den passenden Eintrag.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0