PC bauen

Vorspiel

Selbstverständlich hat man schon des öfteren einen PC gebaut. Während ich dienstlich fast nur mit Intel- Systemen zu tun habe bin ich privat eher AMD Systemen verschrieben.

Da der Performancebedarf bei uns eher gering ist habe ich seit vielen Jahren ein Auge auf Systeme mit integrierter Grafik. Eins der ersten Systeme, welches noch heute seinen Dienst verrichtet war ein eher exotisches Sockel 939 System mit AMD Athlon 64 X2 3600+ ( so ziemlich das schnellste was es für Sockel 939 gibt, und einer der wenigen DualCore für 939 ) auf einem ASUS A8V-VM. Eins der ersten Boards die mehrere Grafikschnittstellen onboard bedienten.

Naja, wie auch immer.

 

Die CPU
Jedenfalls steht ein neuer Rechner an, und es soll diesmal ein AMD System mit APU werden, also mit CPU- internem Grafikprozessor. Im Januar 2014 stellte AMD mit einem halben Jahr Verspätung die ersten Modelle der stark überarbeiteten KAVERI Architektur vor. Allerdings waren vorläufig nur zwei A10- Modelle lieferbar, und der besonders interessante A8-7600 lies auf sich warten. Das Besondere an dem Modell ist das er moderate 65W TPD hat, und die sollen, so geht die Rede, auch noch per UEFI auf 45W TPD umschaltbar sein. Sowas gabs noch nie. Im Januar 2014 tauchte bei einem Gigabyte BIOS im Betastadium erstmals kurzzeitig eine solche Umschaltoption auf. Der A8-7600 ist somit der optimale Kandidat für ein potentes kleines kühles System. Die CPU Performance liegt ansonsten etwa im Bereich kleiner i5 Prozessoren, bei deutlich potenterer Grafikeinheit.

 

Die Lieferverzögerungen von AMD von sage und schreibe 6 Monaten sogten dafür das ich mir mit dem Bau reichlich Zeit lassen konnte. Trotzdem entschied ich mich für einen AMD A8-7600.

 

Das Mainboard

Als Sockel benötigt er FM2+. Entsprechende Boards sind seit ein paar Monaten am Markt da der Unterschied zum FM2 nur gering ist und AMD die CPU Markteinführung wie gesagt monatelang verbummelt hat. Nachdem man sich in den letzten Jahren beim PC Bau von BIG Tower über Midi Tower zu Mini Tower heruntergehangelt hat steht auch diesmal maximal ein µATX, oder erstmalig ein mITX Board auf dem Plan. Der Chipsatz sollte maximale Performance bieten, also bleiben nur AMD A88X Systeme.

Des weiteren gibt es Besonderheiten beim Thema RAM. Der A8-7600 verträgt DDR3 PC2400 Speicher, also sollte das Board entsprechend mitziehen können.

Die heißesten Kandidaten aus dem mITX Bereich die das erfüllen lauten:

  • ASRock FM2A88X-ITX+ WIFI
  • Gigabyte GA-F2A88XN-WIFI

Beide Boards bieten zusätzliches modernes WLAN im 2,4 und 5GHz Bereich bis 300 MBit/s, wobei ich das unter Praxisbedingungen mit einem Zehntel mehr als zufrieden wäre. Das Feature erspart mir die Verwendung einer PCI WLAN Einsteckkarte mit 300 MBit/s Modul und externem Antennenanschluß, Was sich positiv auf Platzbedarf, Wärmeentwicklung und Thermik ausübt.

 

Das ASRock wurde von der Ct Redaktion bevorzugt, es drohen weniger Probleme bei er Erstinbetriebnahme mit FM2+ CPU und das Lüftermanagment soll besser sein, also entschied auch ich mich für ein ASRock FM2A88X-ITX+ WIFI.

 

Die Festplatte

Unser Speicherbedarf ist eher verhalten, und außerdem steht auch noch ein NAS auf dem Plan, so das man mit einer mittleren SSD  gut hinkommen sollte. Die Auswahl lautet auf "128 GB SSD ADATA Premire Pro sp 9000", ein recht guter Kompromiss aus Leistung und Preis.

 

Der RAM

Das Sorgenkind des Bauplans. Die Kaveri- Architektur bringt nämlich Besonderheiten mit. Der IGP ( Interne Grafik Prozessor) profitiert nämlich besonders von eienr bestimmten Art von RAM-Riegel, von sogenannten Dual Rank - Modulen. Nur das diese Eigenschaft bisher bei RAM nebensächlich war und daher in den Verkaufsbeschreibungen und Datenblättern kaum auftaucht. Dazu kommt das PC-2600 Riegel derzeit praktisch nur als teurer Tuning-Speicher mit ausladenden Kühlkörpern verfügbar ist, und dies ein Problem auf dem kleinen mITX Board darstellt da kaum Platz zum CPU Kühlkörper ist. Des weiteren sind die Mehrzahl der Riegel 2x8 GB Kits oder höher. Brauch ich aber gar nicht, 2x2GB würden reichen, 2x4GB wären auch in Zukunft genug.

Das Referenzsystem von AMD arbeitet mit AMD-RAM Modulen ohne Kühlkörper, doch die sind unbezahlbar und oder nicht erhältlich.

Um die noch nie so wichtige Speicherproblematik in den Griff zu bekommen begann ASROCK Boards entsprechend zu zertifizieren und wieder entsprechende Speicherprofile für das BIOS bereitzustellen. So trägt das oben genannte FM2A88X-ITX+ das Logo "AMP 2400 READY".

 

Der CPU-Lüfter

Eigentlich meine kleinste Sorge, niedrige TPD und keine weiteren Einsteckkarten halten die Anforderungen niedrig. Sorge machen lediglich eventuelle Kühlkörper am RAM die im Weg sein könnten. Entscheidung noch offen.

 

Das Netzteil

Ebenfalls eher unproblematisch. 350 / 400W sind völlig ausreichend, die Abmessungen sollten nicht zu groß sein um auch in kleinen Gehäusen klar zu kommen.

 

Das Gehäuse

Fast alle PCs die ich baue haben keinerlei Designanspruch und stehen in einer Ecke unter dem Tisch. Ich hätte große Lust mal eine schönes System zu bauen.

Nach wochenlanger Recherche mußte ich allerdings den Wunsch zu Grabe tragen ein kleines anspechendes Gehäuse zu bekommen was sowohl einen externen 5,25'' Slot für ein Laufwerk wie auch einen externen 3,5'' Slot für einen Kartenleser enthält. USB 3 an der Front sollten selbstverständlich sein

Zur Auswahl stehen daher:

 

XIGMATEK AQUILA                       ab 75€

SILVERSTONE PRECISION PS07  ab 65€

BITFENIX PRODGY                       ab 65€

AEROCOOL DS CUBE                   ab 60€

INTER-TECH MINI ITX-901           ab 50€

COOOLER MASTER ELITE 130      ab 40€

LIAN LI PC-Q07                           ab 45€
  

 Die Entscheidung fiel für ein weißes Bitfenix Prodigy. In der Realität war das Gehäuse dann doch deutlich größer als erwartet für ein mITX System.

 

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