Chrome als Standardbrowser in Unternehmen - Rahmenbetrachtungen

Natürlich rollen sich vielen Administratoren die Fingernägel hoch bei dem Gedanke ausgerechnet der Datenkrake in die Hände zu spielen und Chrome als Standardbrowser einzubinden. Jene Software die durch ihr nach Hause telefonieren und ihre unkonventionelle Installation außerhalb der Richtlinen für graue Haare sorgte.

Doch notgedrungen wird man sich die objektiven Fakten mal ansehen müssen. Chrome ist ein schlanker, moderner, schneller Browser, der sich in der Nutzerakzeptanz innerhalb kürzester Zeit weit nach vorne katapultiert hat. Zwar ist die Versorgung mit Apps nicht so umfangreich wie bei Firefox, doch das sollte im Unternehmensumfeld nicht die Rolle spielen. Die Spionagebedenken sind seit Generation 6 vom Tisch, Chrome sendet nicht mehr oder weniger Daten als andere Browser auch.

Für Unterehmensadmins besonders interressant sind folgende Punkte: bereits seit mehreren Chromegenerationen pflegt Google ein Chrome for Business - die Chrome Enterprise genannte Version. Diese kommt als .msi Paket und bringt Administrative Templates mit. Damit kann sie problemlos über GPO verteilt werden und vorkonfiguriert werden und installiert sich brav als ordnungsgemäßes Programm. Zusätzlich kommt Chrome mit eigenem PDF Betrachter und eigenem Flash. Die nervige firmenweite Verteilung von Adobe Flash Plugins kann somit unter Umständen wegfallen. Ob ein PDF Viewer noch nötig ist muss sich jeweils zeigen.

Firefox bleibt zwar Leistungstechnisch an Chrome dran und wird zukünftig auch viele von dessen Funktionen einbinden ( Silent Updates, PDF Viewer) aber die mangelnde, ungewollte und nicht absehbare Unternehmensunterstützung wird viele Verantwortliche bewegen heimlich still und leise ihre Clients zu VerChromen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Centrifugal Juicer (Sonntag, 21 April 2013 00:21)

    This is a great write-up! Thanks for sharing!