boot mich!

Letzte Woche einen Tag lang Experimente mit bootbaren USB Sticks. 'Im Test waren 5 Sticks mit 32 bis 2 GB sowie 4 Rechner etwa von 1998 bis 2009.

Betrachten wir erst mal die Rechner.

Ein Rechner welcher keine USB- Bootoption im Bios hat läßt sich fas unmöglich von USB booten. Das war bis etwa 1999 der Fall.

Ab 1999 etwa unterstützten die meisten BIOS zwar das booten über USB, allerdings oft nur von USB-ZIP, USB-FDD, und USB-HDD. Nicht jedoch von RMD-USB ( Ram-Disk). Bei USB Sticks handelt es sich jedoch in der Regel um RMD-USB.

Ab etwa 2002 sind die meisten BIOS in der Lage von USB Sticks zu booten.

Wer unsicher ist was bei den Bootoptionen optimaler Weise einzustellen ist, bzw. nicht duernd an diesen Einstellungen rumfummeln möchte sollte es beim booten mit F8 probieren. Alle zum booten verfügbaren Medien werden dann zur Auswahl angeboten. diese Option ist ab 2002 meist verfügbar, jedoch haben einige Rechner eine abweichenden Tastencode.

 

Es gab früher unter den Sticks Exoten die von Haus aus abweichende Formatierungen haben. Diese Sticks emulieren ein Floppylaufwerk. Damit können auch ältere Rechner von USB booten. ( extrem selten! ).

Zwischenzeitlich bietet HP spezielle Sticks an die das auch wieder können.

Des weiteren kann um über Linux USB Sticks als Superfloppy formatieren. Diese sind dann USB-FDD und können auch ältere Rechner booten.

 

Wozu das Theater? Nun, es gibt spezielle Fälle wo Systemadministratoren zwigend ein Laufwerk A: benötigen. Beispielsweise für Bios Updates oder beim Einspielen von SCASI und Raid Treibern für Windows XP wenn das Installationsmedium nur SP1 enthält.

 

Die Sticks.

Die getesteten Sticks waren No Name Artikel quer durch den Gemüsegarten. 4 Sticks konnte bootbar gemacht werden. Ein 128MB Stick unbekannter Herkunft versagt. Allerdings machte der sowieso Probleme. Der frühe USB 2.0 Stick konnte sich nur als USB 1.0 anmelden.

 

Empfehlung:

Formatieren sie den Stick nur in FAT. Verwenden Sie einen Stick unter 2GB, das alte Rechner oft Probleme mit großen Laufwerken haben.

 

Was tun?

Normalerweise ist alles ganz simpel.

Unter XP -> Arbeitsplatz -> Rechtsklick auf den Stick -> Formatieren..

kreuzen sie "MS DOS Bootmedum erstellen" an und führen die Formatierung durch.

Damit sollte der Stick booten. Möchten sie vom Stick auch arbeiten müssen sie zusätzlich die Dateien einer Startdiskette aufspielen. Überschreiben sie dabei keinesfalls die bereits vorhandenen Dateien!

Hier beginnen allerdings bereits die Stolpersteine. Das Aufspielen diverser Rettungsdisketten ( DOS 6.22 , W95, W98, ME, W2000) auf den Stick führte zu Problemen beim booten. Grund ist das unter den Betriebssystemen verschiedene DOS liegen. Unter W2000 beispielsweise MS-DOS 8.0 .

 

Die Startdisketten hatte ich mir als selbstentpackende Images aus dem Internet gesaugt und mir damit einen Stapel Startdisketten für alle DOS basierten Betriebssysteme angelegt.

 

Etwas komfortabler als direkt unter dem Betriebssystem geht es mit dem "HP USB Disk Storage Format Tool".

Das Tool erkennt den Stick, formatiert ihn und spielt automatisch den  Bootbereich der ausgewählte Startdiskette auf.

 

Auch hier ist es anschließend erforderlich gewünschte Rettungs und Diagnoseprogramme noch aufzukopieren. ( memtest, format, Norton Diagnostics, Norton Commander&Co usw)

 

Fall FreeDOS. Gerne hätte ich FreeDOS statt MS-DOS verwendet. Unglücklicherweise booteten damit die Rechner nicht, trotz FreeDOS Startdiskette. Der Monitor zeigte "FreeDOS_" und das wars. Lösung unbekannt.

Zum Ausgleich gelang es mir auf einem 5. Rechner der die praktische Boot Option "removable devices" besitzt,und damit praktisch alles bootet, ein FreeDOS von einer 2GB SD Karte mit FAT32 zu booten.

 

Getestet habe ich auch die Software BootDisk2BootStick . Erfolg hatte ich mit der Software alllerdings nicht.

 

Dieses ganze Theater ist nicht gerade der Traum. Vor allem setzt es vorraus das man sich dann auch noch mit einfachen Hilfsmitteln weiterhelfen kann, also DOS Programme kennt und Parameter beherrscht. Aber wer kann das noch? Und wer hat noch Rechner mit so wenig Performance das man wirklich keine andere Möglichkeit hat?

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Rebbecca Titcomb (Montag, 23 Januar 2017 02:19)


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